4 PPC Mythen, die du vergessen solltest

Seitdem es PPC-Kampagnen gibt, gibt es die verschiedensten Mythen rund um die bezahlten Kampagnen auf Google und Co. Wir räumen mit diesen Mythen auf und zeigen dir, dass sich neue Sichtweisen lohnen. Nur weil etwas in der Vergangenheit nicht funktioniert hat, bedeutet das noch lange nicht, dass es heutzutage nicht funktionieren kann. Wenn du mit falschen Annahmen deine PPC-Accounts managst, werden deine Kampagnen und dein gesamter Account unter diesen alten Mythen leiden. Besonders im Zusammenhang mit bezahlten Kampagnen solltest du sämtliche Annahmen und Meinungen hinterfragen. Nicht alle Annahmen sind wahr und falls doch, dann sind sie nicht zwangsläufig auch für dich von Bedeutung. In diesem Blogartikel räumen wir mit den vier weit verbreitetsten PPC-Mythen auf, die ganz einfach widerlegt werden können.

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1. Mythos: PPC lohnt sich nicht, wenn der Kauf-Entscheidungsprozess lang oder emotional ist

Dieser Mythos hält sich hartnäckig und ja, manchmal stimmt dieser auch. Doch für jede Herausforderung gibt es auch eine Lösung. Der Kauf eines Autos ist kein Impulskauf, sondern ein langer Prozess, der mit Emotionen verbunden ist. Nach diesem Mythos sollte man also keine PPC-Anzeigen für Autos schalten. Und im Grunde hat der Mythos damit recht. PPC-Anzeigen sind eher für Impulskäufe interessant. Wer kauft sich schon einfach so ein Auto im Internet? Okay, der Trend entwickelt sich zwar zum Onlinekauf von Autos hin (siehe Tesla) aber derzeit werden nur die wenigstens online ein Auto kaufen.

PPC-Anzeigen lohnen sich aber auch für Autohäuser! Es ist wichtig worauf die Anzeigen verweisen. Wenn das Autohaus eine PPC-Anzeige für ein VW-Polo schalten möchte, sollte die Anzeige nicht direkt auf das Verkaufsformular verweisen. Diese Strategie hätte nur geringe Erfolgsaussichten. Besser wäre es, wenn die PPC-Kampagne auf ein Kontaktformular für eine Probefahrt verweisen würde. Du kannst nicht erwarten, dass du mit einer PPC-Anzeige von 0 auf 100 kommst (Autoverkauf). Doch die Vermittlung einer Probefahrt ist über eine PPC-Anzeige leicht zu vermitteln. Kommt es anschließend zu einem Kaufabschluss, war die PPC-Anzeige indirekt am Autoverkauf beteiligt.

Dieser Mythos kann relativ leicht widerlegt werden. PPC-Kampagnen eignen sich auch für emotionale und lange Kaufprozesse.

2. Mythos: PPC ist am besten für die kurzfristige Top-Positionierung geeignet

Viele Unternehmen, besonders Start-ups, möchten PPC-Kampagnen nur so lange einsetzen, bis sie im SEO Top-Rankings erzielt haben. Der Grundgedanke ist nachvollziehbar: wieso sollte man Geld bezahlen, wenn man im SEO die Top-Position hält? Sobald im SEO Top-Positionen erreicht wurden, schalten viele Marketer ihre PPC-Kampagnen ab – mit fatalen Folgen.

Zunächst ist es nicht selbstverständlich, dass Top-Positionen im SEO erreicht werden können. Besonders bei hart umkämpften Keywords ist die Konkurrenz stark und SEO-Maßnahmen benötigen sehr viel Zeit. Bei der Planung muss also davon ausgegangen werden, dass gar keine Top-Rankings im SEO-Erreicht werden.

Doch auch wenn Top-Rankings im SEO erreicht wurden, sollten die PPC-Anzeigen nicht ausgeschaltet werden. Die Rankingfaktoren von Google sind, mehr oder weniger, eine Blackbox. Von heute auf morgen kannst du das Ranking für dein Top-Keyword verlieren. Das bedeutet, dass du einfach so eine wichtige Trafficquelle verlieren würdest. Aus diesem Grund sollte die PPC-Anzeige immer aktiv bleiben, selbst bei guten SEO-Rankings.

Des Weiteren erzeugen gleichzeitige PPC und SEO Rankings Trust beim Kunden. Der Kunde sieht die Website sowohl in den bezahlten als auch in den organischen Suchergebnissen. Das erhöht den Trust und die Klickbereitschaft. Durch die PPC-Kampagnen kann auch die Sichtbarkeit erhöht werden. Besonders mobil sind, ohne scrollen, häufig nur die Ads zu sehen. Viele User machen sich nicht die Mühe herunter zu scrollen und klicken direkt auf eine Ad. Ohne PPC-Kampagnen würden man diese User komplett verlieren.

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3. Mythos: Pausiere Anzeigen, die nicht gut performen

Dieser Schritt erscheint logisch: was nicht gut performt, wird abgeschaltet. Niemand hat ein unendliches Werbebudget und schlecht performende Kampagnen verbrennen häufig mehr Geld als sie verdienen. Doch nur weil heute eine Kampagne schlecht performt, heißt das nicht, dass diese auch in Zukunft schlecht performt.

Dein Werbekonto sollte aus verschiedenen Kampagnen bestehen, die verschiedene Ziele verfolgen. Auch aus schlecht performenden Kampagnen kannst du wichtige Rückschlüsse für deine Top-Kampagnen ziehen. Wenn du alles nur auf eine leistungsstarke Kampagne optimierst, setzt du alles auf ein Pferd. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Die Rahmenbedingungen können sich kurzfristig ändern und deine Top-Kampagnen performen nicht mehr. Aus diesem Grund ist eine Diversifikation sinnvoll. Gebe schlecht performenden Kampagnen eine Chance und schalte sie nicht sofort ab.

Versteh uns bitte nicht falsch: natürlich muss eine Kampagne irgendwann abgeschaltet oder optimiert werden, wenn diese nicht performt. Du solltest jedoch nicht in Panik verfallen, wenn eine Kampagne mal schlecht performt. Beende nicht zu früh und nicht zu spät eine schlecht performende Kampagne. Den genauen Zeitpunkt abzupassen erfordert wiederum viel Erfahrung. Wir unterstützen dich gerne dabei.

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4. Mythos: PPC Kampagnen sind zu teuer

Diese Aussage wird man immer wieder hören. Besonders Leute, die wenig Erfahrung mit Google Ads & Co haben, kommen häufig zu dem Entschluss, dass PPC Kampagnen einfach zu teuer sind. Das Problem sind aber nicht die Google Ads, sondern die Unerfahrenheit der PPC-Manager. Wer sich ohne Erfahrung in das Management von Google Ads stürzt, wird früher oder später scheitern.

Häufig sind PPC-Kampagnen nicht rentabel, weil schlichtweg zu wenig Geld für die Kampagnen ausgegeben wird. PPC-Kampagnen für Produkte unter 100 € sind weitaus günstiger als PPC-Kampagnen für Consulting-Dienstleistungen, die tausende Euro einbringen. Wer beispielsweise eine Dienstleistung bewerben möchte, die monatlich 5.000 € einbringt, wird mit einem Werbebudget von 250 € pro Monat nicht weit kommen. Umso höher die voraussichtliche Rendite, desto höher sind auch die Klickpreise für die Kampagnen. Erfahrene Konkurrenten bieten hohe Klickpreise, da sie wissen wie viel Rendite möglich ist. Wer nur wenig Budget zur Verfügung hat, wird keine guten Rankings erzielen und somit Geld verbrennen.

Die eigentlichen Kosten sollten bei PPC-Kampagnen eher hintergründig sein. Viel interessanter ist der PPC-ROI. Wenn die PPC-Kampagnen zu mehr Verkäufen und Leads führen, die höher sind als die Ausgaben, erscheinen die PPC-Kosten doch nicht mehr so hoch. Behalte im Hinterkopf, dass die Kosten der PPC-Kampagnen häufig vom Endprodukt abhängig sind. Je höher der Wert des Endprodukts, desto höher die Klickpreise auf die relevanten Keywords. Je mehr geboten wird, desto höher sind auch die Klickpreise.

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